Aktuelles im Dezember 2014

Heidelberger Ausbildungspreis

Zum Jahresende gab es noch ein erfreuliches Ereignis:
die vier besten Auszubildenden bekamen in einer kleinen Feierstunde im Völkerkundemuseum (ein wunderschöner Rahmen!) ihre Ausbildungspreise vom Oberbürgermeister übergeben. Es ist immer wieder eine Freude zu sehen, wie junge Menschen direkt oder wie hier teilweises nach einem anderen Start in Studium oder Ausbildung ihren Weg finden: Saskia Horleben Buchhändlerin (zunächst Lehramt), Larissa Fee Quast Rechtspflege (Lehramt), Bianca Böhm Medizinische Fachangestellte (Justizfachangestellte), Dominik Kloss hatte nach dem Abitur Probleme, eine Lehrstelle zu finden, da er zunächst "überqualifiziert" war. Er wurde Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik (nach dem Examen duales Studium der Elektrotechnik über die Stadtwerke in Darmstadt).
Es ist interessant: der Weg nach der Schule darf ruhig ein Umweg sein, wenn die Praxis zeigt, dass die Erwartung nich erfüllt werden. Und: Studium ist durchaus nicht die einzige Lösung nach dem Abitur.
Ich besuche diese Veranstaltung regelmäßig und gerne, habe ich doch  in meiner Praxis 30 Jahre lang Arzthelferinnen auch mit Preisträgerinnen ausgebildet. Das ist immer für beide Seiten ein wunderbares Ergebnis.
Die Freien Wähler sind grundsätzlich sehr um Ausbildung in Handwerk und Gewerbe interessiert, hier liegt eine besondere Stärke unseres deutschen Ausbildungssystems.
Alle betonten, dass ihnen die Kombination von Praxis und Theorie besonders entgegen kam.
Wir wünschen allen , aber auch den Nicht-Ausgezeichneten Ausgebildeten viel Freude und Erfolg im Berufsleben!

Dr. Ursula Lorenz

Adventskalender Wieblingen

Am Ende der Adventszeit konnten wir eine schöne kleine Feierstunde in Wieblingen erleben. Wieblingen veranstaltet einen "lebendigen Adventskalender" Der 22.12. 2014 wurde von der Familie unserer Bezirksbeirätin in Wieblingen Dr Simon Schenk gestaltet. Es gab Posaunenklänge (Julian spielte mit einem Freund), gemeinsame Weihnachtslieder, eine kleine Lesung und Ausklang mit Glühwein, Kinderpunsch und Pfefferkuchen. Diese kleine Veranstaltung war geeignet, vom Trubel der Vorweihnachtszeit zur Ruhe zu kommen. Etwa 30 Teilnehmer und viele Kinder hatten ihre Freude an der Gemeinsamkeit. Der Familie Schenk herzlichen Dank, auch für die festliche Dekoration des Fensters.

Architektenwettbewerbe in Heidelberg

Fasadengestaltung Betriebshof
Fasadengestaltung Betriebshof

1. Fassadengestaltung Betriebshof. Der Sieger zeigte ein begrüntes Dach und interessante Fassaden . Das Ganze bleibt ein Ärgernis. das Areal blockiert Bergheims Mitte. Dagegen hatte unser Nils mit Herzblut gekämpft. Die RNV hat bis heute auf mehrere Anfragen nach den endgültigen Zuschüssen des Landes nicht geantwortet. davon hängt aber die Umsetzung des ganzen Projektes ab. Wir erinnern uns: Vor einem Jahr sollte hektisch und nicht vorbereitet der erste Spatenstich getätigt werden, da sonst höhere Landeszuschüsse nicht zu erwarten gewesen wären.

Alles hohle Luft, kein Spatenstich, keine garantierten Zuschüsse, Nils Weber würde sich im Grabe drehen. Er hatte mit seinem Protest viele Unterstützer aus allen möglichen  Lager.

 

Mark Twain Village
Mark Twain Village

2. Mark Twain Village: einige Häuser werden abgerissen,  neue Komplexe entstehen beiderseits der Römerstraße mit genügend Grünflächen. Die Kommandanten Villa bleibt mit ihrem umgebenden Park erhalten.

Der Baustil scheint etwas monoton, das Flachdach und strenge geometrische Strukturen beherrschen das Bild. Man vergesse bitte nicht:

Hier soll preiswertes Wohnen ermöglicht werden. Es gilt, Qualität mit städtebaulicher Einpassung zu vereinen. Ich denke, wir sind auf gutem Weg.

Hospital
Hospital

3. Am 10.12. nahm ich von 9-21:00 Uhr als stellvertretender Sachpreisrichterin am Wettbewerb zum Areal rund ums Hospital teil. Es mussten 33 Entwürfe in mehreren Rundgängen bewertet werden. Am Ende waren wir einig. Wichtig: das Gebäude an der Karlsruher Straße  wird geteilt, die Sport- und Theaterhalle bleiben im Kern erhalten, der geforderte Park grenzt an die Straße Kolbenzeil und ist damit für die Bewohner vom Hasenleiser nutzbar und verbindet alt und neu.


Ursula Lorenz



Verleihung der Bürgerplakette 2014

Am 5.12.2014 wurden in einer Feierstunde im großen Rathaussaal  die diesjährigen Bürgerplaketten vergeben. Zwanzig Einzelpersonen bekamen die Auszeichnung für ihren ehrenamtlichen Einsatz in den Stadtteilen, vier für den Einsatz für die Gesamtstadt. Es ist eindrucksvoll, welchen Einsatz zahlreiche Bürger über viele Jahre hinweg für unsere Stadt bringen. Das soziale Miteinander ist ohne diese Menschen nicht zu denken und nicht möglich. Ich möchte nur zwei Geehrte herausgreifen: Georg Merkel aus Wieblingen. Er betreibt seit Jahrzehnten unser einziges Blumengeschäft und ist gleichzeitig Kommandant unserer freiwilligen Feuerwehr. Schon oft konnte ich erleben, dass er bei einem Notruf im gleichen Moment starten mußte. Die nächtlichen Einsätze merkt der Tageskunde natürlich nicht. Ich freue mich über diese verdiente Auszeichnung. Ich freue mich auch, dass er zum Ende seiner Amtszeit noch die Fertigstellung des neuen Feuerwehrgerätehauses erleben kann. Die Rahmenbedingungen zur Zeit sind schlicht untragbar.

Eine gemeinsame Auszeichnung ging an Frau Dr.  Bauer uhd Frau Dr. Schmitt-Bantel. Sie betreuen seit vielen Jahren gemeinsam das Projekt Schüler helfen Schülern an der IGH. Hier werden jüngere Kinder beim Lernen von älteren Schülern begleitet und betreut. Die beiden Damen hatten vier jugendliche  Helfer mitgebracht. Ein großer ehrenamtlicher Einsatz wurde so öffentlich gewürdigt.

Alle Geehrten betonten, dass ohne die Hilfe ihres Umfeldes (Familie, Vereine) der gewürdigte Einsatz nicht möglich gewesen wäre. Wir danken all diesen Heidelberger Mitbürgern und Mitbürgerinnen.

Empfang des Gemeinderates beim Rektor der Universität

Am 4. 12. hatte der Rektor der Universität, Magnifizenz Prof.Dr. Bernhard Eitel die Mitglieder des Gemeinderates zum Gespräch geladen. Der festliche Rahmen  im Heidelberg Center for American Studies half sehr bei vertraulichen Gesprächen im Anschluß an den Vortrag über die Entwicklung der drei Stanorte der Universität. Das sind: 1. Altstadt vorwiegend mit Geisteswissenschaften, Bergheim mit Wirtschaftswissenschaften und Asienkunde und das Neuenheimer Feld mit Naturwissenschaften und Klinikum. Die Universität ist mit ihrem Exzellensstatus an der Spitze der deutschen Universitäten im Europäischen Ranking. In der Zukunft werden zwei Cluster die wichtigste Rolle spielen: Biowissenschaften und organische Elektronik. Dafür bestehen Ansiedlungspläne im Bereich des Motorpool bei den Pattton Barraks. Prof. Eitel gab eine mitreißende Beschreibung verschiedener Projekte, man spürte Begeisterung und Einsatz. Natürlich kam die Zusammenarbeit mit der Stadt zur Sprache. Hier ist es notwendig, dass Baugenehmigungen zügig bearbeitet werden. Der wichtigste Punkt war bisher die Straßenbahn durchs Neuenheimer Feld. Rektor  und Oberbürgermeister strahlten Zuversicht über eine Kompromißeinigung aus. Das war für uns Stadträte die wichtigste Weihnachtsbotschaft! Ich hatte eigentlich nie ernsthafte Zweifel, dass am Ende eine Einigung erfolgen kann und wird. Anschließend beschrieb der Hausherr Prof. Dr. Detlef Junker Geschichte  und Aufgabe seines Hauses. Das Palais 

Hauptstr. 120 wurde großzügig von Senator Curt und Heidemarie Engelhorn renoviert und zur Verfügung gestellt. Hier haben wir eines der vielen Beispiele von großem bürgerschaftlichenn Engagement für unsere Stadt. In dem Haus studieren junge Menschen aus aller Welt, Sprache ist Englisch. Ich empfehle: schauen Sie wenigstens in den Flur und Innenhof, es werden auch regelmäßig öffentliche Vorträge angeboten.

Termine:

THEMEN: