Aktuelles

Sehr geehrte Damen und Herren, liebes Mitglied,

die Vorstandschaft der Freien Wähler Heidelberg wünscht Ihnen besinnliche Weihnachtstage  
 und für das neue Jahr viel Glück und vor allem Gesundheit.

 

 

Für die Vorstandschaft

Raimund Beisel

Kommentar zur Diskussion im Gemeinderat
zum Thema Kostenentwicklung Bahnstadt

 

Aus der Distanz einer Altstadträtin, die jahrelang an der Entwicklung der Bahnstadt teilgenommen hat, muß ich mich doch zu Wort melden. Hier wurde ein Stadtteil größer als die Altstadt entwickelt und aus dem Boden gestampft. Zugegeben, das Projekt war und ist nicht vom Sparzwang begleitet. Aber, wer regelmäßig durch das Gelände streift, und das kann ich nur jedem Heidelberger Bürger empfehlen, muß zugegeben: hier wird zukunftsfähig in Infrastruktur und Gestaltung mit Lebensqualität investiert. Ein Defizit von 42 Millionen Euro bis 2022 ! ist zu erkennen. Na und? Hätte man Plattenbau wie im Sozialismus wählen sollen? Das hätte vielleicht den Linken gefallen, aber keine neuen Bürger nach Heidelberg locken können. In unserer Wissenschaftsstadt brauchen wir qualifizierten Wohnraum . Auch ausreichend Grünflächen gehören dazu, zeigt doch die Entwicklung, dass hier besonders viele junge Familien mit Kindern leben wollen. Daß nun ausgerechnet Herr Grädler von der Halle 02 als Nutznießer dieser positiven Entwicklung sich rügend zu Wort meldet, ist grotesk. Wo waren all die linken und grünen Sparstimmen, als der letzte Haushalt im Gemeinderat verabschiedet wurde?, Niemand hat sich beispielsweise über die jährlich steigenden Defizite für den ÖPNV und soziale Leistungen erregt. Der sparsame Haushalt des Ob wurde munter aufgestockt und zur Deckung von der Verwaltung eine globale Minderausgabe gewählt. Dabei weiß jeder, dass die Verwaltung personell erheblich unterversorgt ist und eine Aufstockung dringend braucht. Es kommt wohl auch ein gewisser Klassenneid für die Bahnstädter dazu. Ich jedenfalls freue mich, daß dieses gewaltige Projekt so gut angenommen wird. Ein Spaziergang dorthin lohnt sich immer wieder.

Ich wünsche ein gutes Neues Jahr
Ursula Lorenz
Altstadträtin

Streuobsttag im Klosterhof Neuburg

Im November hatte ich Gelegenheit den Streuobsttag im Klosterhof in Ziegelhausen zu besuchen. Dort werden zirka 18 Hektar Streuobstwiesen bewirtschaftet. Viele der zirka 730 Bäume sind alte Apfelbaumsorten. Beim Streuobsttag wurden nicht nur Hochstämme gesetzt, sondern auch sehr fachkundig wertvolle Tipps zum Schneiden von Wurzeln und Zweigen gegeben. Alte abgestorbene Stämme bleiben als Herberge für Tiere und Pflanzen erhalten. Ökologisch wertvolle Streuobstwiesen bieten Lebensraum von bis zu 5000 Tier- und Pflanzenarten. Ziel ist nicht nur die Sicherung alter Apfelsorten, sondern auch durch die Weidetierhaltung, der Erhalt der Kulturlandschaft. Die Streuobstwiesen in unserer Region wurden bereits durch die Kurfürsten angelegt, die die Bevölkerung damit mit Obst versorgen wollten. Wer als Stadtmensch einmal einen Landwirtschaftsbetrieb mit Bioladen erleben will, zurzeit auch mit Adventsmarkt, ist im Klosterhof gut aufgehoben.

 

Foto Welker

Auf dem Bild v.l.n.r.: Geschäftsführer Hartmut Jäger, Stadtrat Raimund Beisel, Ministerin Theresia Bauer, Landwirt Jan Sund, Stadtrat Frank Wetzel.

Gleich zwei unserer Mitglieder wurden dieses Jahr mit dem Preis Nachhaltigem Wirtschaften ausgezeichnet. Einmal das Hotel Neu Heidelberg und die Dachdeckerfirma Winterbauer.

Herzlichen Glückwunsch.

 

Weihnachtsmarkt der sozialen Einrichtungen auf dem Eberplatz

 

Der Weihnachtsmarkt auf dem Ebertplatz am Samstag vor dem 1. Advent ist zu einer festen Einrichtung geworden. Hier geht es nicht vorwiegend um Essen und Trinken (auch das gibt es), sondern um Angebote aus der Werkstatt zahlreicher Heidelberger Sozialverbände. Zur Eröffnung spielte ein Blaorchester, musikalisch kam später der Wieblinger Spatzenchor unter der Leitung von unserem Mitglied Kathrin Kirn-Rodegast zum Einsatz. Die Kinder sangen wie die Weltmeister, bei den Erwachsenen haperte es meistens nach der ersten Strophe. Kurze Ansprachen von Dr.

Gerner und Dekan Dauer begrüßten die um 11 Uhr noch nicht so zahltreichen Gäste. >us dem Stadtrat sah man einsam Hern Rothfüß, so wurde ich flux wieder in den Stadtrat zurückversetzt. Hier kommt wirklich etwas vorweihnachtliche Stimmung auf. Nicht zuletzt trug eine Schafsmutter mit zwei Lämmern dazu bei. Die Symbolkraft von Stall.

Hirten, verschlossenen Türen ist ja in diesem Jahr besonders deutlich.

Heidelberg hat seine Türen und Herzen geöffnet, das macht mich froh und stolz auf unsere Stadt!

 

Ursula Lorenz, Altstadträtin

Wieblinger Weihnachtsmarkt am Alten Rathaus.

 

Auch hier kommt Adventsstimmung auf. Unser Posaunenchor blies bewährte Weihnachtslieder, der gemischte Chor ergänzte und die Menschen waren in bester Stimmung. Auch hier gab es Bastelarbeiten, eine Tombola, Glühwein, Waffeln und vieles mehr. Der familiäre Charakter wird betont durch eine gewisse Enge. Man kennt sich und freut sich über lebhafte Gespräche. Das Wetter hätte etwas besser mitspielen können, hat aber nicht sehr viele Besucher abgeschreckt. Dank sei allen Organisatoren ausgesprochen. So eine Veranstaltung erfordert großen ehrenamtlichen Einsatz vieler Menschen aus dem Stadtteil!

 

Ursula Lorenz  Altstadträtin

Verleihung der Bürgerplakette 2015

 

Am 27. November 2015 wurden in festlichem Rahmen im großen Rathaussaal die diesjährigen Bürgerplaketten verliehen.

Ich war im Auswahlgremium und habe gesehen, welche breite Streuung an ehrenamtlichem Einsatz in Heidelberg besteht. Alle Auszeichnungen waren hochverdient.Ich möchte nur wenige der insgesamt 26 Ehrungen hervorheben.

Natürlich Wieblingen zuerst: Fritz Haaß, lanjähriges Vorstandsmitglied im Stadtteilverein Wieblingen und Gründer des Wieblinger Tennisvereins, für den er sich unermüdlich einsetzt (Photo) Prof. Dr. Peter Vosberg: seit vielen Jahren Vorstand der Volkshochschule. Diese Einrichtung hat große Bedeutung besondes jetzt gewonnen, da sie maßgeblich an den Deutsch- und Integrationskursen für die Flüchtlinge beteiligt ist. ( Er wohnt ebenfalls in Wieblingen!) Hans Dieter Riegler: lange Jahre Mitglied im Ausschuß für Menschen mit Behinderungen, mehrfacher Deutscher Meister im Blindenschach.

Er und sein Mann sind ein eindrucksvolles Paar: der blinde Hans Dieter Riegler schiebt seinen Mann, der fest an den Rollstuhl gebunden ist und ihm sozusagen seine Augen leiht. Eine großartige Symbiose. Ich habe die beiden bei vielen Begegnungen noch nie mürrisch oder unzufrieden erlebt.

Ein Beispiel für Mut zum Leben, begleitet wurden sie vonSabine Popp vom Selbsthilfebüro.

Amrei Schmidt: Sie arbeitet seit vielen Jahren im Asylarbeitskreis und betreut speziell Scinti und Roma. Frau Schmidt nutzte die Gelegenheit, um öffentlich auf die besondere Notsituation dieser Menschen hinzuweisen. Sie werden zur Zeit erbarmungslos in die Herkunftsländer zurückgeführt. Bulgarien, Rumänien wurden als sicher eingestuft! Dort bekommen sie ein Jahr keine Sozialleistungen, die Kinder können nicht zu Schule gehen . Sie haben hier teilweise die Deutsche Sprche gelernt und sind auch hier zur Schule gegangen. Arbeit bekommen sie meistens in der Heimat nicht. Frau Schmidt ist durch den persönlichen Kontakt völlig verzweifelt, weil sie nicht helfen kann. In der Praxis zeigen solche Gesetze ihre ganze Grausamkeit. Hoffentlich gibt es doch für diese oder jene noch ein Chance auf ein gutes Leben.

Jedenfalls zeigte dieser Abend: Das Ehrenamt und seine Vertreter sind eine gewaltige Kraft in unserm Land, ohne diesen Einsatz würden zahlreiche soziale, künstlerische, sportliche Dinge nicht möglichs ein.

An erster Stelle sollte man die Freiwilligen Feuerwehren, DLRG und seit einem Jahr alle Helfer bei der Bewältigung der Flüchtlingsversorgung nennen! Ihnen Allen gilt unsere Hochachtung und unser Dank. In den kurzen Ansprachen war es allen Geehrten ein besonderes Bedürfnis, ihren Familien zu danken. Ohne die Bereitschaft der Angehörigen auf gemeinsame Freizeit zu vezichten, wäre das alles nicht möglich.

 

Es sei mir erlaubt, meine Meinung zu äußern: teilweise mutiert das Ehrenamt zu Ausbeutung und ersetzt dringend notwendige staatliche Aufgaben. So sollte das nicht sein.

 

Ursula Lorenz

 

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