Oktober 2015

Neu im Gemeinderat

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich freue mich sehr, als gebürtige Heidelbergerin nun zu den 48 Menschen dieser Stadt zu gehören, die sich um ihre Zukunft Gedanken machen und Verantwortung übernehmen dürfen. Ich bedanke mich bei meiner großartigen Vorgängerin Ursula Lorenz, die mich sehr gefördert und unterstützt hat. Ich habe großen Respekt vor ihrem selbstlosen und tatkräftigen Engagement in der Sache, unabhängig von ideologischen Vorgaben. Diese Tradition der Freien Wähler möchte ich gerne fortführen. Mir ist wichtig, die Belange der einzelnen Stadtteile in ihrer Unterschiedlichkeit wahrzunehmen und bei Entscheidungen mit zu berücksichtigen. Die Bezirksbeiräte und Stadtteilvereine halte ich hierbei für wichtige Informationsquellen. Die bauliche Gestaltung unserer Stadt mit Augenmaß ist mir ein großes Anliegen. Als Psychologin an einer Sonderschule sind mir die Belange von Schulen und jungen Menschen nicht fremd. Ich bin gespannt auf den Austausch in den Gremien und mit Ihnen!

 

Simone Schenk

Es leben die Puppen!


ein Jahr mußten die Puppen des Puppentheaters Plappermaul in ihren Kartons aushalten. Jetzt sind sie im neuen Heim zu neuem Leben erstanden.

Die alte Spielstätte im Stephanushaus im Pfaffengrund war von der ev.Kirche verkauft worden. Die Suche nach geeigneten Räumen gestaltete sich als äußerst schwierig, da alle angebotenen Räume mit ihren Mieten über der Möglichkeit der ehrenamtlichen privaten Initiative lagen.Schließlich hat die Baugenossenschaft Bauhütte Heidelberg ein kleines Häuschen angeboten. Bedingung: geringe Miete aber Räumung des vollkommen desolaten Inneren durch den Verein. Am 1.11. 2015 war das Werk vollbracht. Was das für den Verein unter Führung von Winfried und Simone Hildenbeutel bedeutet hat, wurde in einer kleinen Diaschau eindrucksvoll vorgeführt. Mit unglaublicher Energie wurde in Eigenleistung entrümpelt und renoviert. Da kann man nur sagen: Hut ab!

Jetzt wird nach vorne geschaut. Bei einer kleinen Eröffnungsfeir mit geladenen Gästen durften Kasperle und Seppel mit Großmutter, Hahn und Freundin ins Leben zurückkommen. Die Stadt hat den Beitrag von 10 000 € gegeben. Die Freien Wählerhatten bei den Haushaltsberatungen einen Antrag aug einmalig 15 000 € gestellt, da war dem hohen Haus zu viel. Es mußten ja schließlich noch zusätzliche ergänzende 40 000€ für die Treppe der Villa Nachttanz genehmigt werden. Dafür gab es diskussionslos allgemeine Zustimmung---- Kleine Kinder haben offfenbar nur eine kleine Lobby als Theaterbesucher.

Aber Dank eines Zuschusses über mehr als 23 000 € der Klaus Tschira Stiftung ist das Werk gelungen.

Die Freien Wähler freuen sich mit dem Verein und wünschen zahlreiche Besucher. Die ersten beieden Vorstellungen sind schon ausverkauft. Gehen Sie hin und überzeugen sich selber.

Adresse: Steinhofweg 20 im Pfaffengrund (Ecke Marktstraße) Kartentelefon

0176 45 90 99 95

 

Dr. Ursula Lorenz

Altstadträtin

Gemeinderat verabschiedete Stadträtin Dr. Ursula Lorenz

Nachfolgerin ist Dr. Simone Schenk

 

Stadträtin Dr. Ursula Lorenz (78) legte nach fast 17-jähriger Tätigkeit im Gemeinderat der Stadt Heidelberg ihr Mandat für die Freien Wähler nieder. Für sie rückt Dr. Simone Schenk nach, bislang Bezirksbeirätin in Wieblingen.

Bei der feierlichen Verabschiedung in der Gemeinderatssitzung am 8. Oktober 2015 würdigte Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner Dr. Ursula Lorenz als „hervorragende Demokratin und hervorragende Stadträtin“. Er lobte ihre hohe Fachkompetenz sowie ihre Fähigkeit, bei gegensätzlichen Meinungen Brücken zu bauen und konstruktive Kompromisse zu erwirken. Sie habe wesentlich dazu beigetragen, dass Heidelberg sich als Stadt des Dialogs positionieren konnte. Zuletzt dankte der Oberbürgermeister Ursula Lorenz für ihre große Unterstützung und ihr „weit über das Ehrenamt hinausgehende Engagement“. Nach einer sehr persönlichen und humorvollen Laudatio von FDP-Stadtrat Karl Breer und der Abschiedsrede von Dr. Ursula Lorenz applaudierte der gesamte Gemeinderat stehend.
 
Der personelle Wechsel im Gemeinderat zieht auch einige Umbesetzungen in den gemeinderätlichen Ausschüssen und weiteren Gremien nach sich. Dabei übernimmt Dr. Simone Schenk größtenteils die Aufgaben von Dr. Ursula Lorenz. So ist sie unter anderem ordentliches Mitglied im Bau- und Umweltausschuss sowie im Ausschuss für Schule und BiIdung. Simone Schenk ist Mitglied im Aufsichtsrat der Internationalen Bauausstellung, im Beirat der Heidelberger Frühling gGmbH, in den Kommissionen des Clemens Brentano Preises und des Hilde-Domin-Preises, im Kuratorium der Stadt-Heidelberg-Stiftung und der Hotelfachschule sowie im Psychiatrie Arbeitskreis Heidelberg.

 

Musik satt.

 

 

Am 30. September gab unser neuer Generalmusikdirektor Elias Grandy 

seinen Einstand mit dem ersten Philharmonischen Konzert. Nach einem Violinkonzert von Brahms hatte er sich an die 10 Symphonie von Schostakowitsch gewagt. Das wurde ein großartiger Erfolg, Dirigent und Orchester zeigten sich in absoluter Bestverfassung. Ich habe der Findungs-kommission angehört. Damit hat man eine gewisse Verantwortung. Ich war gespannt und wurde voll belohnt für den großen Einsatz, den man allein an Zeit in so einer Kommission investieren muß. Jetzt sind wir auf einem guten Weg. Die Stimmung im Orchester scheint auch hervorragend. Ich wünsche uns allen weiter wunderbare Erlebnisse in Konzert und Oper. Das Konzert wurde am folgenden Tag wiederholt, so konnten wirklich viele Heidelberger unsern Neuen erleben.

 

Am 2.10. 2015 fand in der Stadthalle das Eröffnungskonzert des 17.

Festivals "Enjoy Jazz" statt. Andere Töne, anderes Publikum, nahezu überfüllte Stadthalle. Mit einer 

kleinen Gruppe von sechs Künstlern  hielt der 76 jährige Hugh Masekela zwei Stunden lang ohne Pause mit unglaublicher Energie mit Gesang und meisterhaft bespielter Trompete das Publikum außer Atem. Auch seine verbalen Beiträge mit Humor und wenigen Brocken Deutsch waren einzigartig, dazu sparsame aber ausdrucksstarke Bewegungen. Der voll ausgebuchte Saal tobte mit Recht und stimmte ein mit "Masekela". Es war übrigens ein besonderer Zeitpunkt: vor 25 Jahren wurde Nelson Mandela aus dem Gefängnis auf der südafrikanischen Insel Robben Iland entlassen. Dieser Mann hat eine unglaubliche Integration im Südafrika der Apartheid geleistet. Er hätte allen Grund zum Haß auf die weiße Regierung gehabt. Er hat die Chance zur Versöhnung genutzt. Nelson Mandela war vor vielen Jahren in Heidelberg und besuchte mit Beate Weber das Schloß bei herrlichem Wetter. Ich durfte dabei sein. Es war ein unvergessliches Erlebnis. 

 

Am 3.10.2012 wieder ein anderes Thema in der Stadthalle: Abschlußveranstaltung der 25. Schülerbegegnung Musik und Kunst Sachsen-Baden-Württemberg. Wieder ein anderes Publikum: so zahlreiche junge Menschen haben sich selten in der Stadthalle zu Musik und Performance getroffen.

 

Eine knappe Woche hatten Schüler aus Sachsen (Dresden, Leipzig, Großenhain und Heidelberg für diesen Abend geprobt) Nahezu 100 Schüler aller Altersgruppen bis zu einer kleinen Abordnung des Kindergartens Pustblume zeigten die Ergebnisse einer arbeitsintensiven Woche. Wir waren begeistert über Qualität und Harmonie unter den Schülern. Hier ist es gelungen, was Willy Brand gewünscht hat: es wächst zusammen, was zusammengehört.  Es passte haargenau zum Zeitpunkt: 25 Jahre Mauerfall.

Wer hätte so etwas vor 30 Jahren erträumen können? Die Bürger der ehemaligen DDR haben dieses Wunder mit ihren friedlichen Demonstrationen geschaffen. Wäre es doch ein gutes Beispiel für all die vielen zerstrittenen Länder! Jetzt gilt es vor allem, einen Rechtsruck zu verhindern. Das Singen der Deutschen Nationalhymne mit Orchesterbegleitung der Jugend von hier und dort, war ergreifend.

 

Einigkeit und Recht und Freiheit ist die zentrale Forderung. Am Schluss wurde die Wandertafel der Schülerbegegnung von OB Eckart Würzner an den OB von Großenhain  Dr. Sven Mißbach übergeben. Vorher gab es noch Grußworte der Vertreter der Landesregierungen Baden-Württemberg und Sachsen. Den endgültigen Anschluß gestalteten die Bigbands von Schulen beider Länder mit starker Besetzung und wirklich ohrenbetäubenden Blasinstrumenten aller Art. Wir waren begeistert und schwebten nach drei Stunden beschwingt nach Hause. Diese Jugendlichen kannten die DDR allenfalls aus Erzählungen. Wir, die wir dabei gewesen waren vor 25 Jahren, waren sehr berührt von diesem Treffen.


Am 5.10. 2015 gibt es zartere Töne in der Alten Aula: Die Gesellschaft der Musik- und Kunstfreunde Heidelberg gibt ein Konzert mit dem Trio Testore  (L.v.Beethoven, R. Clarke und R. Schumann). Auch diese Konzerte werden von der Stadt unterstützt. Beginn 19:30 Uhr

  

Ursula Lorenz

Barriere frei in den Neckar

 

Menschen, die sich vor wenigen Wochen über die Aufstockung des Geländers am Philosophenweg erregten, können sich beim völlig hindernisfreien Blick auf unsern lieben Fluß in Höhe des Neckarmünzplatzes erholen.

Hier- und nur hier- ist der Fluß direkt vom Weg für Fußgänger und Radfahrer ganz frei von Hindernissen zu genießen. Dabei erfüllt mich vor allem die Sorge, wie Kinder oder auch Radfahrer nach dem Tanken in der Altstadt dem Sog der Sirenen entgehen. Bis jetzt ging ja alles gut, möge das so bleiben! Ein Appell an die Zuständigen der Stadt blieb bis jetzt ungehört.

 

Ursula Lorenz

25 Jahre Deutsche Einheit
Am Samstagabend hatte ich nach dem Heidelberger Herbst noch die Gelegenheit in Ziegelhausen beim Freundschaftskonzert des AGV/Liederkranz Ziegelhausen mit dem Potsdamer Männerchor ein Konzert der Extraklasse zu erleben. Die Harmonie und das Miteinander der Chöre aus Ost- und Westdeutschland begeisterte die Besucher. Ich dachte daran, dass wir am 3. Oktober 25 Jahre Deutsche Einheit feiern, an die friedliche Revolution in der ehemaligen DDR, den Fall der Mauer, den Weg zur Einheit , an die Staatsmänner Helmut Kohl und Gorbatschow, an viele Probleme, die unser Land seither bewältigte, den großen Herausforderungen denen sich unser Land und unsere Stadt noch gegenübersieht.
Freuen wir uns auf unseren Nationalfeiertag, denn bei allem was momentan in der Welt geschieht, können wir dankbar sein in Frieden und Freiheit leben zu dürfen.
Raimund Beisel
Stadtrat FWV

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